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Aktuelles

Hinter den Kulissen des Ulmer Bewährungshilfevereins

1.8.2016 Ulm - Wer auf die schiefe Bahn geraten ist und womöglich eine lange Haftstrafe verbüßen muss, hat es nach der Entlassung schwer. Sich in der Freiheit zurechtfinden, sich orientieren, ein neues Leben beginnen – für viele Strafgefangene sind die ersten Schritte in Freiheit eine große Herausforderung. Und nicht immer gelingt dieser Start. Viele ehemalige Häftlinge schaffen den Schritt zurück in ein normales Leben nicht und werden rückfällig. Der Bewährungshilfeverein Ulm hilft Menschen nach der Haft in zahlreichen Projekten, den Weg zurück in ein geregeltes straffreies Leben zu schaffen. Das Beginnt beim so genannten Entlassmanagement, geht über die Bereitstellung einer Unterkunft bis hin zur Jobsuche. Kathrin Adamski und Maik Weber haben die Arbeit des Bewährungshilfevereins Ulm unter die Lupe genommen. Dabei haben die beidenunter anderem einen ehemaligen Strafgefangenen getroffen, der mit Hilfe des Bewährungshilfevereins Ulm den Weg in ein neues Leben gefunden hat. Die Reportage finden Sie hier: https://youtu.be/thSjNt39k2M

Wir sind der Bariton

Wie Sprachbilder für eine klare und überzeugende Kommunikation sorgen

26.7.2016 Hart aber fair am Sonntagabend, den 24.7.2016, nur 2 Tage nach dem Amoklauf im Münchner Olympiaeinkaufszentrum. Der Pressesprecher der Münchner Polizei Marcus da Gloria Martins ist zu Gast bei Frank Plasberg. Seine klare Kommunikation und seine ruhige Art in der Tatnacht wurden bereits als bemerkenswert kommentiert. Und diese Klarheit, Verständlichkeit und vor allem Eindrücklichkeit beweist er abermals in der Plasbergschen Runde. Auf die Frage von Frank Plasberg, wie die Grundangststimmung der Bevölkerung in Zeiten von Terror die Arbeit der Polizei verändert, meint er:

„Das größte Problem, das wir sehen, besteht darin, dass man mit rationalen Sachargumenten gegen eine ganz große Wand an Gerüchten, an Meinungen, an Stimmungen und vor allem an Ängsten anspricht. Sie sind in einem ganz großen Chor von Stimmungsmachern eine Stimme – o.k. wir sind der Bariton – aber wir sind halt nur eine Stimme. Und die Kunst besteht darin, eine Sachbotschaft zu platzieren. Und wenn diese Sachbotschaft ist, „Wir haben´s im Griff“, dann muss diese Botschaft ganz dringend in die Ohren der Bevölkerung und wenn Sie da übertönt werden, haben Sie ein Problem.“

30 Sekunden, die die komplexe Welt der Polizeiarbeit erklären. Mit diesem „musikalischen“ Bild hat uns Marcus da Gloria Martins die vielschichtigen Zusammenhänge von Polizeikommunikation und dem Störfeuer durch die sozialen Medien auf den Punkt gebracht. Ein Bild, das mehr sagt als tausend Worte. Das Bild bleibt in unseren Köpfen hängen, es macht Schlagzeilen, wir erinnern uns daran: Die Münchner Polizei als Fundament und tragendes Element, Tongeber in einem dramatischen Stück. Und mit diesem Sprachbild zeichnet er in den Köpfen der Zuschauer auch ein heldenhaftes Bild der gesamten Münchner Polizei. Allein das ist bereits bemerkenswert merk-würdig. Aber noch bemerkenswerter ist, dass Marcus de Gloria Martins diesen Ausspruch nicht vorab auswendig gelernt hat. Seine Aussage kommt so spontan und unvermittelt, dass sich das Gefühl bestätigt: Marcus da Gloria Martins denkt in Bildern, versucht, Zusammenhänge immer für alle verständlich zu machen, hebt nicht in Floskeln, Fachbegriffen und sperrigen, nichtssagenden Worthülsen ab. Da Gloria Martins spricht, was er denkt. Und er versucht für uns Zuschauer einfach und merkwürdig zu denken. Das Ergebnis: Klartext für unser Kopf-Kino. Klartext in Bildern, Klartext in einer bildhaften Sprache. Von ihm kann man lernen: Ein Bild sagt also tatsächlich mehr als tausend Worte, auch wenn es mit Worten gezeichnet wird. Es müssen nur die richtigen sein. Unser Fazit: Zur Nachahmung empfohlen!

Hier finden Sie den Beitrag in der Mediathek.

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